
| Nach oben | Heinrich Mißfeldt | Denkmäler | Friedrich Mißfeldt |
| Ute Patel Mißfeldt | Jochen Mißfeldt | August Missfeldt | Hinrich Detlef Mißfeldt |
| Sonstige Mißfeldts |
|
Professor August Missfeldt (292). August Heinrich Mißfeldt (292) wurde am 2. Februar 1896 als Sohn des Böttgergesellen Heinrich Detlef Wilhelm Mißfeldt und seiner Ehefrau Emma Schröder in Kiel, Schleswig-Holstein geboren. Als ältestes von vier Kindern hatte August eine Schwester Käthe, einen Bruder Friedrich, einen anderen Bruder, der kurz nach der Geburt starb und eine Stiefschwester Anna. Als sein Vater nach dem Tode seiner Mutter erneut heiratete verstand August sich nicht mit seiner Stiefmutter und dann, im Alter von 10 Jahren wurde er zu den Verwandten seiner Mutter nach Lone Wolf geschickt. Während seiner frühen Kindheit arbeitete August in den Baumwollfeldern seines Onkels in Oklahoma und wurde von seiner Tante zusammen mit einigen anderen Kindern aus der Nachbarschaft unterrichtet. Am 18.9.1917 wurde August Mißfeldt zum 115. Armeekorps für Ingenieure im Camp Kearny, Californien einberufen. Er gab seinen Beruf als Stenograph an. Das harte militärische Training war eine zu große Anstrengung für sein Herz, welches schon geschwächt war durch ein rheumatisches Fieber, welches er als Kind hatte. Im Januar des nächsten Jahres wurde er wegen seiner Behinderung ehrenhaft vom Militärdienst freigestellt. Seine Personenbeschreibung war: Größe 5 Fuß, 8 Inches, braune Augen, braune Haare. Während der Jahre 1918 bis 1921, als er in einem Geschäft tätig war, bekam er das „Certificat of naturaligation“ überreicht und wurde so offiziell Staatsbürger der U.S.A. Da August Mißfeldt ein wißbegieriger Mensch war, verbrachte er lange Zeit seines Lebens damit, viele pädagogische Ziele zu verfolgen. Während er an einem Sommerkurs an der Universität von Mexiko teilnahm, (1922) sprach August so gut spanisch, daß einige Eingeborene kommentierten, daß er genau wie einer von ihnen sprach. Als er eines Tages die Felder betrachtete, fand August Lawa- Stein Pfeilspitzen, welche, wie ein Anthropologe sagte, von Yukatan-Indianern gefertigt sein könnten. Er mochte gern mit einer Gruppe zum Berg Popocatepetl wandern um sich Stierkämpfe und in die Sonnen- und Mond-Pyramieden anzusehen. Im selben Jahr wurde August Lehrer für spanisch an der Universität von Utah und 1924 beendete er sein Studium mit einem B.A. in Handel und Gewerbe. Als ein Mitglied der PHI KAPA PHI - Gesellschaft wurde ihm ein Zertifikat übergeben, welches ihm zu seinen hervorragenden Leistungen gratulierte. Nachdem er von der Universität Utah graduiert wurde, unterrichtete er an der Carbon Country High School von 1924 bis 1927 und wurde stellvertretender Direktor der Tonopah-High-School in Tonopa, Nevada, in der er spanisch und Wirtschaftslehre unterrichtete. Nach seiner Tätigkeit als Sprachlehrer an der Rafael-Militärakademie von 1928 bis 1930 wollte er in staatlichen Schulen in Californien unterrichten, um später eine Rente beziehen zu können. Im August 1931 erhielt er sein Zertifikat für die höhere Schule und im Februar 1937 bekam er sein „LIFE DIPLOMA“. Während August Mißfeldt in der Universitäts- Leihbücherei von Utah ein deutsches Buch las, traf er seine zukünftige Frau Gertrude Wiebe. Bis 1920 hatte Gertrude in Elbing gelebt. Mit 17 Jahren kam sie mit ihrer Mutter und ihrem Bruder nach Ellis Island und wurde seßhaft mit ihren Verwandten in Salt Lake City. Nachdem beide 1924 ihr Studium an der Universität von Utah beendet hatten, heirateten sie im Juni 1925 in einer Methodistenkirche in Salt Lake City. Danach folgte ein Brunch mit Freunden und Verwandten. Als Hochzeitsreise nahmen die frisch Verheirateten an einem sechswöchigen Kurs im Staate Utah in Logan teil. Während August einen Spanischkurs unterrichtete und darüber hinaus noch an einem anderen teilnahm, belegte Gertrude einen Kurs mit Batik und Modedesign. Weil er so sehr an der spanischen Sprache und der mexikanischen Geschichte interessiert war, fing er in den späten dreißiger Jahren an, die große Aufgabe zu erfüllen, eine englische Übersetzung von Padre Diego Durans 565seitigem Buch „Historia de las Indians de Nueva Espana, Mexiko 1581“ anzufertigen. Nachdem er in der Farmergemeinschaft Alpaugh Californien an der Alpaugh High School unterrichtet hatte, machte ihn ein befreundeter Lehrer aus Sacramento darauf aufmerksam, daß eine Stellung in der Sprachenabteilung des Sacramento Junior Colleges (jetzt Sacramento City College) frei geworden war. 1931 wurde August Mißfeldt als deutsch Professor (Lehrer) am SJC angestellt. Abgesehen von einigen Jahren während des Krieges, als er den GI`s deutsch beibrachte, unterrichtete er weiter deutsch. Später übernahm er die Stellung als Vorsitzender der Sprachenabteilung, welche er bis zu seinem Tode innehatte
Gus war der Name, den ihm viele Freunde
und Kollegen gaben.
Auskunft erteilt: Horst Missfeldt, Tlf: 04504-1580 |