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Bedeutung der Ortsnamen |
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Bedeutung
der Ortsnamen Neugegründete
Siedlungen wurden oft nach dem benannt, was in der Landschaft vorzufinden
war, und das waren Wald, Wasser und Sumpf. Als im 13. und 14. Jahrhundert
vom Süden her eine dichtere Besiedlung des Dänischen Wohldes einsetzte,
übertrugen die Siedler auch die Namen ihrer alten Heimat auf ihre neuen
Wohnplätze. Vorher waren erste Rittergüter
in diesem Gebiet entstanden,
in dem es bereits wenige slawische Ansiedlungen gab. Die
Jahreszahlen hinter den in alphabetischer Reihenfolge aufgeführten
Ortsnamen unserer Gemeinde geben die erste Nennung an, die durch noch
vorhandene Unterlagen belegt ist. Sie sagen nichts aus zur eigentlichen
Entstehungszeit der Siedlungen. Dam gesetzt sind einige der ehemals
gebrauchten Ortsbezeichnungen. Birkenmoor
- 1498, Berkenmore,
Barckenmohr, Barckenmoer. Die erste Ansiedelung offensichtlich an einem
birkenreichen Moor. Dänisch
Nienhof
- 1486,
Nyenhave,
Nigenhaue, Newenhoff, Nienhafen. Das ist Neuenhof. Um Verwechslungen mit
dem südlich des Westensees im Holsteinischen gelegenen Nienhof zu
vermeiden, wurden im 18. Jahrhundert den Namen Zusätze beigefügt Aus dem
Sprach- Elisendorf
- 1804, Bei
der Verpachtung von Ländereien aus dem Gut Grönwohld nach Aufhebung der
Leibeigenschaft 1790 durch den Grafen Christian Magnus Friedrich von
Moltke auf Noer wurde aus dem Krusendorfer Bereich ein Gebiet abgetrennt
für eine
Neu- Grönwohld
- 1586, Gronenwold,
Grunewalt,
Grunewoldt, Gronewolt
Grünwold nach seiner Anlage im grünen Wald erhielt der AdeIssitz seinen
Namen. Haschendorf
- 1837, Eine
Neuansiedlung nach 1800 durch Abtrennung aus dem Gute Merkauf (Hohenhain),
benannt nach dem Besitzer Joachim Hasche. Hohenhain
- 1837, Merkauf,
Meerkauf Durch Abtrennung aus dem Dänisch Nienhofer Gutsgebiet entstand
vor 1800 ein neuer Hof, der 1806 unter die adeligen Güter aufgenommen und
nach dem umliegenden hohen Wald umbenannt wurde. Jellenbek
- 1319, Jelenbek,
Gellembek, Gellenbek, Jellembek, Gellebeck, Gillenbek. Das heutige
Feriendorf ist nach dem vor 1660 niedergelegten Dorf benannt, der Bach östlich
trägt seinen alten Namen. Im Sprachgebrauch Verschleifungen von g zu j.
Die Begriffe gel und gil sind Sumpf- und Moderworte, wie über viele Namen
nachgewiesen ist, so z. B. Geldern/ Niederrhein, Gelderland/ Holland,
Gilbach bei Köln ein Gebach in Baden, die Orte Gellenbek bei Minden und
Hagen/Ruhr. Es bedeutet Sumpf- oder Moorbach. Krusendorf
- 1359, Crusendorp, Krusendorp.
Eine weite Verbreitung von
Namen mit dem Begriff krus von Ost- bis Westeuropa deutet auf die Herkunft
aus dem Venetisch-Slawischen hin, und die Landschaftlagen bestätigen die
Bedeutung als ein Sumpfwort. Sprenge
- 1462, Spreng, Sprenghe. Niederdeutsch Spreng/Spring bedeutet Quelle. Am Sprenger Berg liegt ein Quellgebiet. Stohl
- 1476, Stol,
Stoel. Nach dem niederdeutschen „Stohl" wurde Stuhl als
Gebietsbezeichnung für Erhöhung angenommen, nur lag in früher
Siedlungszeit die Küste hunderte Meter weiter vor und den zahlreichen,
von Ost bis West verbreiteten Namen auf Stol-/Stoll nicht der
niederdeutsche Stohl zugrunde liegen. Es ist ein slawischer Ursprung
anzunehmen. Die russische Sprache enthält das Wort stol für Tisch, was
gleichzusetzen ist mit Tafel, Platte, Fläche Ebene in Übertragung auf
einen Landschaftsteil. Nach einem Verkauf von Nienhofer Ländereien an Bülk
im Jahre 1801 wurde das dort belegene Dorf Alt-Stohl weiter nach Westen
auf Nienhofer Gebiet zurückverlegt es ist also eine Lage weiter östlich
zu betrachten. Surendorf
- 1476, Surendorpp.
Mit Sur- beginnende Bachnamen gibt es bis in die Alpen hinein, der
Moorort Surwold liegt an der Ems, das gewässerreiche Sauerland hieß früher
Surland. Die Ursprungsbedeutung des Begriffes sur ging im Sprachgebrauch
verloren Weshalb darin nur noch das niederdeutsche Wort für sauer gesehen
und vielfach falsch übertragen wurde. Es ist ein prähistorisches Wort für
(Quell- und Sumpf-) Wasser.
bei
der Gründung der politischen Gemeinde als Gemeindename festgelegt,
nachdem die vorher bestehenden Güterdistrickte aufgelöst werden mußten
Die Grundlage für den Namen war der westlich von Dänisch Nienhof an der
Küste liegende durch die Bevölkerung über Jahrhunderte überlieferte
Schwedenfriedhof der im Zusammenhang steht mit dem 1715 erfolgten
Seegefecht bei Strande zwischen Dänen und Schweden.
Auskunft erteilt: Horst Missfeldt Telefon: 04504 - 1580 |