Der Ort Ratekau

 

Home

Der Ort Ratekau

Alte Hausmittel

Diverse Links

   

 

Lübecker Nachrichten vom 8. Dezember 2011
Ratekau hat ein neues Einkaufszentrum

Aldi, Rewe, Schlecker, ein Versicherungsbüro und 135 Parkplätze auf einem 13 000 Quadratmeter großen Areal entstanden. Die Bauzeit lag bei nur sechs Monaten, die Investitionssumme bei sechs Millionen Euro.
Von Christina Düvell-Veen

Ratekau - Eisige Kälte und heftige Regenschauer hielten die Käufer gestern nicht ab. Mehrere Hundert Kunden trotzten dem widrigen Wetter und kamen zur offiziellen Eröffnung des neuen Ratekauer Einkaufszentrums an die Rosenstraße.
Heute geht es richtig los, wenn schon frühmorgens die Märkte von Rewe, Aldi und Schlecker ganz weit ihre Türen öffnen.
Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller erinnerte an die lange Planungsphase. Die habe es nicht ohne Grund gegeben. "Die Gemeinde hat es sich gerade mit der Ansiedlung des Einzelhandels in der Ortsmitte nicht einfach gemacht", sagte er. Eine derartige Entwicklung im Ortszentrum müsse sen-
sibel angefangen werden, und sie bringe zwangsläufig Beeinträchtigungen für die unmittelbaren Anlieger mit sich. Außerdem mussten unterschiedliche Interessenlagen aufgenommen und gegenein-
ander abgewägt werden. Jetzt, nach nur sechsmonatiger Bauzeit, könne das Einzelhandelsangebot für den Ort Ratekau als langfristig gesichert angesehen werden. Ebenso wie Keller dankten auch Rewe-Partnerkaufmann Reinhard Bödicker und Rewe-Verkaufsleiter Karl-Peter Clausen allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit. Clausen hatte zudem noch einen Scheck für die Aktion "Chancenpartner" an der Cesar-Klein-Schule mitgebracht.


Rewe-Partnerkaufmann Reinhard Bödicker (vorne, von links) Ratekaus Bürgermeister Thomas Keller
und Rewe-Verkaufsleiter Karl-Peter Clausen durchschnitten zur Markt-Eröffnung ein Band. 
(Foto: Christina Düvell-Veen)


Das neue Einkaufszentrum umfasst neben den drei Märkten auch ein Allianz-Büro. Der Komplex ist auf einem 13 000 Quadratmeter großen Areal gebaut worden. Es entstanden eine Gesamtverkaufs-
fläche von rund 2900 Quadratmetern und 135 Pkw-Stellplätze.
Gemeinsam mit der Ratekauer Gemeindeverwaltung und der Gemeindevertretung hat die Friedrich Schütt und Sohn Baugesellschaft mbH & Co. KG aus Lübeck die Ortsmitte Ratekau entwickelt und umgesetzt. "Die Entwicklung in der zentralen Ortslage bot viele Chancen, machte aber auch mehr Auflagen notwendig", erklärten Prokurist Marc Dreyer und Projektentwickler Norbert Göttsch. So wurde etwa zum Schutz der Anwohner eine beidseitig begrünte Lärmschutzwand aufgestellt. Die Rosenstraße im Kreuzungsbereich wurde zur Hauptstraße hin verschwenkt, um genügend Abstand zur gegenüberliegenden Wohnungsbebauung zu gewinnen. Die Planer: "Der eingeschossige Bau fügt sich dank der verklinkerten Fassade gut in das architektonische Ortsbild von Ratekau ein."
Die Gesamtinvestitionen in Höhe von rund sechs Millionen Euro wurden von der Friedrich Schütt und Sohn Baugesellschaft getragen. Diese hat das Nahversorgungszentrum komplett vermietet und wird auch die Objektverwaltung  übernehmen.
Pünktlich zur Zentrumseröffnung verteilten die Gemeindevertreter Gabriele Braune und Hans-Günter Setter von Bündnis 90/Die Grünen, die in allen Abstimmung gegen das Zentrum votiert hatten, Stofftüten an die Kunden. Ihr Anliegen: "Wer auf nicht kompostierbaren Plastikmüll ver-
zichtet und Stoffbeutel, Einkaufskorb und Papierbeutel nutzt, tut der Umwelt etwas Gutes." Ziel ihrer Aktion war es, die Bürger der Umwelt- und Klimaschutzgemeinde Ratekau über den Ressour-
cenverbrauch durch die Herstellung von Plastiktüten aufmerksam zu machen.

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * 

 

 

 Aus den Wochenspiegel vom 20. August 2011

Ratekau feiert die Wiedereröffnung vom 26. bis 28. August 2011  

Unsere Kirche ist fast fertig.  

RATEKAU. Bis auf Kleinigkeiten ist die Sanierung der Ratekauer Feldsteinkirche abgeschlossen. Am vergangenen Wochenende begrüßte Pastorin Anke Dittmann Gäste aus der Politik, die sich informierten. Ende des Monats wird das Ratekauer Schmuckstück dann offiziell wiedereröffnet.

Am Sonnabend ließen sich SPD-Politiker die Kirche zeigen. Pastorin Anke Dittmann erzählte bei der Begrüs-
sung der Gäste, man habe großes Glück gehabt, Mittel aus dem Konjunkturprogramm zu bekommen. „Sonnst hätten wir nach dem Altarraum aufhören müssen.“ Applaus gab es für die Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn, die sich sehr darum verdient gemacht hatte. Nun erstrahlt die Kirche nach drei Jahren in neuem Glanz.

Das Nordportal, lange zugemauerter Eingang, wurde wieder geöffnet und schafft eine Verbindung von Kirchenraum und Gemeindehaus. Der Turm wurde stabilisiert, die berühmte Schieflage bleibt natürlich. Weiß strahlt der Gipsmörtel zwischen den Feldsteinen.


Bürgermeister Thomas Keller begrüßte Bettina Hagedorn (2 v.li.) und Petra Merkel  Foto: HN

Drei Jahre hat das Ganze gedauert. Petra Merkel, Vorsitzende des Haushaltausschusses des Deutschen Bundestages, merkte an, daß dabei ja auch Handwerker wieder alte Techniken gelernt hätten.

Die Feldsteinkirche in Ratekau ist eine der wenigen noch erhaltenen romanischen Kirchen vom Typus Vicelinkirche und Bestandteil des Stadtwappens und Wahrzeichen der Gemeinde Ratekau. Aufgrund ihres Alters und der hohen Beanspruchung bestand nicht erst seit 2008 dringender Sanierungsbedarf und akute Finanzierungsnot. Es war ein Riesenerfolg, daß die Kirche im Frühsommer 2009 durch Beschluss des Haushaltsausschusses – als einziges Projekt in Schleswig-Holstein überhaupt – insgesamt 800.000 Euro aus dem Gebäudesanierungsprogramm des Konjunkturpaketes II zugesprochen erhielt.

Damit waren „auf einen Schlag“ zwei Drittel der notwendigen Investitionskosten von 1,2 Millionen Euro vom Bund gesichert. So konnte nicht nur ein großer Erfolg für die Kirchengemeinde und die vielen ehrenamtlich engagierten Bürger der gesamten Region verbucht werden, gleichzeitig profitierten viele kleine und mittelständische Unternehmen in der Region, die an den folgenden Bauaufträgen teilhatten.

Vom 26. bis 28. August wird die Wiedereröffnung der Feldsteinkirche gefeiert.

 

 

Fahrradtour vom Bürger- und Verkehrsverein Ratekau

Am 7. Mai 2011 machten wir eine Fahrradtour rund um Ratekau. Organisiert hatte es der Bürger- und Verkehrsverein Ratekau.
Es begann um 14:00 Uhr vom Dorfplatz in Richtung Techau. Ein paar hundert Meter hinter dem Dorfmuseum drehten wir dann rechts ab durch den Ratekauer Moor (Norden um den Ruppersdorfer See). An der Bundesstraße bogen wir dann links ab in Richtung Altruppersdorf, Neuruppersdorf nach Groß Timmendorf. Dort bogen wir rechts ab und dann gleich wieder links ab in Richtung Överdiek. Vorbei an den Golfplatz in Richtung Klingberg. Dort drehten wir dann links ab in Richtung Schürsdorf. Bei der Gärtnerei Rahlfs in Schürsdorf machten wir dann eine ergiebige Kaffeepause. Jetzt bekamen wir Kaffee, Kuchen und ein paar "Kurze".





Nach dem wir unser Kaffee ausgetrunken hatten und fertig geklönt hatten machten wir uns wieder auf den Weg. 
Wir fuhren rüber zur Bundesstraße 309 und dann in Richtung Pansdorf. Nach einigen Meter aber, bogen wir rechts ab in Richtung Friedrichsberg - durch den Wald -. Bei der Bahnlinie sind wir dann links abgebogen, vorbei Pansdorf in Richtung Techau. Dort sind wir dann über die Bundesstraße 309 in Richtung Ratekau gefahren bis zum Dorfplatz. Hier verabschiedeten wir uns dann so gegen 17:30 Uhr. Wir waren in dieser Zeit ca. 30 Km geradelt!!!
Es geht ein danke schön an die Organisatoren!

 

Anzeige in der Lübecker Nachrichten am 6. Mai 2011

Countdown für das Demenz - Café des DRK in Ratekau läuft.

Ratekau - Die Kooperation ist geklärt, die Ausbildungen sind abgeschlossen - jetzt kann es losgehen mit dem Demenz-Café der DRK-Ortsvereine Ratekau-Sereetz und Pansdorf.
An Demenz Erkrankte sollen demnächst in Ratekau die Möglichkeit bekommen, an gemeinsamen Treffen bei Kaffee und Kuchen, an geselligen Spielen und anderen Beschäftigungen kostenlos teilnehmen zu können. Zuvor wollen die Organisatoren noch mit Angehörigen reden. Das erste Vorbereitungsgespräch für das Demenz-Café beginnt am Montag, den 9. Mai um 15 Uhr in der Senioren-Residenz Ratekau, Alte Schulstraße. Das Café wird dort erstmals am Montag, 16. Mai, von 15 bis 17 Uhr geöffnet sein.
Abholmöglichkeiten können telefonisch vereinbart werden. Weitere Auskünfte erteilen beim 
DRK Ratekau-Sereetz 
Ingo Prill, Telefon 04504 - 81810
und Heide Gericke, Telefon 04504 - 4783 
sowie in Pansdorf 
Hannelore Paschke, Telefon 04504 - 1721
und Ulla Schwennesen, Telefon 04504 - 6310      cd

 

Anzeige im Reporter am 23. März 2011

Neue Tische, neue Stühle, griechische Gastlichkeit

Vom beliebten Klassiker wie Gyros, Suvlaki oder Bifteki über die reichhaltig bestückte Fleisch- und Grillplatte bis hin zu Scampis, Kalamaris und anderen verführerisch zubereiteten Köstlichkeiten aus dem Meer lässt die "Taverne Hellas" in Ratekau keinen Wunsch offen, wenn es um original griechische Spezialitäten geht.



Seit neun Jahren heißen Anastasios Strantaris
und seine Ehefrau Eva Strantaris die Gäste in
ihrer "Taverne Hellas" willkommen.


Seit neun Jahren lädt Inhaber Anastasios Strantaris mit seiner Ehefrau Eva Strantari zu kulinarischen Entdeckungsreisen in sein Heimatland ein - und dabei steht ihnen ein Küchenteam zur Seite, das sein Handwerk wahrlich versteht. Anders ist es wohl kaum zu erklären, warum sich allein in den letzten beiden Jahren über 10.000 Interessierte im Internet über die "Taverne Hellas" informierten, die nahezu an allen Betriebstagen ausgebucht ist. "Wir raten dringend dazu, vorab Tische zu reservieren, oder sich telefonisch zu informieren, ob es noch freie Plätze gibt", so das Gastronomen-Ehepaar. Neben dem guten Essen steht für sie vor allem im Vordergrund, dass sich ihre Gäste bei ihnen wohlfühlen.
An insgesamt 110 Sitzplätzen - davon über 40 in einem seperaten Raucherraum für Besucher über 18 Jahre - versetzen gemütliche Nischen und aufwändige Wandmalereien die Speisenden für ein paar Stunden direkt ins beliebte Urlaubsland. Und diesen Komfort lassen sich Anastasios Strantari und Eva Strantari auch gerne etwas kosten. Neben der umgestalteten und damit noch übersichtlicheren Speisekarte haben sie jetzt die bisherigen Tische und Stühle komplett gegen hochwertige neue ersetzt. Eine Maßnahme, die dem Spezialitäten-Restaurant noch mehr Gemütlichkeit und Wärme verleiht.
Die "Taverne Hellas", Rosenstraße 2 in Ratekau, bietet außer montags (Ruhetag) an allen Tagen der Woche von 11:30 bis 14 Uhr sowie dienstags bis samstags von 17 bis 22 Uhr und sonntags von 17 bis 21:30 Uhr warme Küche. Telefonischer Kontakt unter 04504 - 714800, weitere Infos: www.taverne-Hellas.com

 

Anzeige in der LN am 7.April 2011      von Christina Düvell-Veen

Ratekau - die umweltfreundlichste Kommune des Nordens

Ratekau ist um eine bedeutende Auszeichnung reicher. Seit gestern Abend darf sich die Kom-
mune "Bundeshauptstadt der Biodiversität" nennen.

Ratekau/Köln - Die Gemeinde Ratekau ist wirklich im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnet. Die Kommune trägt stolz die Titel "Umweltfreundliche Gemeinde", "Bundeshauptstadt im Naturschutz", "Klimaschutzkommune 2010" - und jetzt auch "Bundeshauptstadt der Biodiversität". Das ist einmalig im Norden.
Ratekau ist bei dem Bundeswettbewerb "Bundeshauptstadt der Biodiversität" mit seinen 15.000 Be-
wohnern Sieger bei den Kommunen zwischen 10.000 und 30.000 Einwohnern geworden und belegt außerdem unter allen 120 Kommunen, die teilgenommen haben, den zweiten Platz. Damit ist Ratekau sogar in die Reihe der großen Städte wie Hannover, Münster und Frankfurt/Main vorgestoßen. Die Parlamentarische Staatssekretärin Ursula Heinen-Esser aus dem Bundesumweltministerium überreich-
te Vertretern der Kommune in Köln den Titel, der den besonderen Einsatz für Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen ausdrückt. Ausgeschrieben wurde der Wettbewerb von der Deutschen Umwelthilfe unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Norbert Röttgen. Dotiert ist die Auszeichnung für Ratekau mit 5.000 Euro.

                                             
Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren kann auch dann erreicht wer-          Durch künstlich angelegte Brutinseln wird auf den Seen der Gemeinde
den, wenn Ackerflächen in Grünland umgewandelt werden. Dies        
        Ratekau dem Verlust der Artenvielfalt entgegengesteuert. Auch diese
muss dann in enger Abstimmung mit den Landwirten geschehen.              Maßnahmen gehören zum Biodiversitäts-Programm der Kommune.

In der Gemeinde beginnt Biodiversität beim Artenschutz auf gemeindeeigenen Flächen. Straßen, Wege und Plätze werden intensiv mit heimischen, standortgerechten Arten begrünt. Extensiv gepflegt wird nach dem Motto "Wildkräuter erwünscht". Neue Knicks, Feldgehölze, Kleingewässer werden als Bio-
tope angelegt. An kommunalen Gebäuden gibt es Dach- und Wandbegrünung, Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse. Eingriffe in Boden, Wasser, Natur und Landschaft werden in Ratekau grundsätzlich durch Neuanlage von entsprechenden Biotopen nach Vorgabe des Landschaftsplanes ausgeglichen. Artenschutz wird auch erreicht durch integrierte Großprojekte wie die Sanierung des Hemmelsdorfer Sees, wo über 20 Jahre das gesamte Wassereinzugsgebiet saniert wurde.

                                                             
                                                Wer mit offenen Augen durch die Natur in der Gemeinde Ratekau geht,
                                                                sieht an vielen Ackerrändern Blühstreifen. Wie hier in Häven entwi-
                                                                ckeln sich besondere Pflanzen   (Fotos: Gemeinde Ratekau)

Der Umweltbeauftragte der Gemeinde, Jürgen Leicher, zum Thema Biodiversität in Ratekau: "Im Ge-
gensatz zum Klimaschutz liegen die Dinge im Natur- und Artenschutz in gewisser Weise einfacher. Erfolge sind für jeden sichtbar und stellen sich manchmal überraschend schnell ein, auch wenn vorher kaum einer daran glaubte." So berichtet er davon, dass Kraniche, Seeadler, Weißstörche und Laubfrö- sche in das Gebiet der Gemeinde Ratekau zurückgekehrt sind.
Bei so vielen Aktionen und Erfolgen hat sich die Gemeinde den neuesten Preis allemal verdient. Die gute Nachricht kam übrigens schon vor einigen Wochen. Seitdem wurde die Anerkennung aber als großes Geheimnis gut gehütet. Natürlich wussten die, die nach Köln reisten, davon. Dazu zählen Bür-
germeister Thomas Keller und Bürgervorsteher Kurt Fischer, Mitarbeiter der Umweltabteilung sowie Vertreter der Parteien, der Umweltschutzvereine und Verbände.
Schon an der Teilnehmerliste für die Fahrt lässt sich auch ein weiteren Grundstein des Ratekauer Erfolges ablesen: Von Anfang an setzten die Verantwortlichen auf Kooperation. Bürgermeister Thomas Keller: "Und zwar auf allen Ebenen. Sowohl nach innen in der Verwaltung und Politik, als auch nach außen zu Kreis, Land und Bundesstellen, der heimischen Wirtschaft und der Landwirtschaft und na-
türlich zu den Umweltvereinen unserer Region". Dadurch sind in den vergangenen 20 Jahren viele Mil- lionen Euro Fördermittel von Kreis, Land, Bund und Europäischer Union sowie Eigenmittel in Natur-
schutz- und Energieprojekte der Gemeinde Ratekau geflossen.
Außerdem minifestiert sich der Umweltschutzgedanke auch in Stellen, die die Gemeinde geschaffen hat. Die neue Zeitrechnung begann 1987 mit der Einstellung von Diplom-Ingenieur Jürgen Leicher als Umweltschutzbeauftragten. Weitere Verstärkung kam 1994 mit Diplom-Ingenieur Ulrich Buhl als Ener-
gieingenieur für den Klimaschutz sowie 2001 mit Karin Hartmann als Diplom-Biologin für Umwelt- und Naturschutz hinzu.
Wenn eine Gemeinde einen Preis nach dem anderen bekommt, so ist das der Verdienst von ganz vielen Menschen. Das weiß auch Bürgermeister Thomas Keller: "Ich möchte allen, die die Gemeinde Ratekau auf ihrem Weg unterstützt haben, ganz herzlich danken. Damit meine ich besonders den ehrenamtlichen Naturschutz, die Landwirte in unserer Gemeinde, den Revierförster, aber auch die Mitarbeiter der zuständigen Kreis- und Landesbehörden und viele Einzelne, die sich engagieren und nicht zuletzt den Mitarbeitern meiner Umweltabteilung."

 

Anzeige im Reporter am 30. März 2011

Elna Kröger aus Techau präsentiert Ratekauer Heimatbuch
"zwischen Weidengattern und Windkrafträdern"

Ratekau. Ein Heimatbuch der besonderen Art hat die Techauerin Elna Kröger herausgegeben. In selbst gezeichneten Skizzen und dazu passenden Texten lädt sie auf 39 Seiten zu einer Rundreise durch die Gemeinde Ratekau ein. "Elna Kröger hat die Besonderheiten aller 16 Ortschaften unserer Großgemeinde mit ihrem Zeichenstift erfasst. Aus den Skizzen und Zeichnungen ist zusammen mit den begleitenden Informationen ein ganz besonderer Streifzug durch Ratekau entstanden", lobten Bürgermeister Thomas Keller und Bürgervorsteher Kurt Fischer das gelungene Werk der gebürtigen Stettinerin und späteren Hamburgerin, die sich 1976 mit ihrer Familie den Traum vom "Häuschen im Grünen" in Techau verwirklichte.
                                                

Elna Kröger stellte jetzt ihr Heimatbuch vor.
Vor dem Rathaus Bürgermeister Thomas Keller (re.)
und Bürgervorsteher Kurt Fischer (l.) die ein Vorwort
im Heimatbuch widmeten.

 
Das künstlerische Talent wurde ihr quasi in die Wiege gelegt. Als Bühnenbildner und Theatermaler hatte schon ihr Vater mit dem berühmten Gustav Gründgens zusammen gearbeitet. "Ich entwickelte bereits in frühester Kindheit Liebe und Leidenschaft zur bildenden Kunst, zum Zeichnen, Malen und Gestalten", erinnert sie sich.
Eigene Arbeiten aus den zurückliegenden 35 Jahren aber auch eine Vielzahl neueren Datums machen ihr Heimatbuch zu einem gelungenen Ganzen. Und das spiegelt sich auch im Titel wider. "Zwischen Weidengattern und Windkrafträdern" hat Elna Kröger ihr Werk genannt. Erhältlich ist es zum Selbstkostenpreis von 17,50 Euro im Bürgerbüro des Rathauses und im Dorfmuseum Ratekau. Zudem nimmt die Künstlerin Bestellungen unter Telefon 04504-3159 entgegen.
 


Neuigkeiten in Ratekau

Die bekannte Malerin Elna Kröger - die in der Großgemeinde Ratekau wohnt - hat bei der letzten Sitzung des Bürger- und Verkehrsvereins Ratekau ihr neues Büchlein vorgestellt. Es besteht aus 39 Seiten voll mit Zeichnungen aus der Großgemeinde Ratekau. Das Büchlein soll 18,- € kosten und ist in der Größe DIN A 4. Zu bestellen bei:
Elna Kröger, Rohlsdorfer Weg 44, 23689 Techau. Mail: elna.kroeger@t-online.de - ich kann es nur empfehlen.

                                         

 

* * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * * 

 

Zehn Jahre Dorfmuseum Ratekau (17.11.2010)

Nach einer Mehrjährigen Vorlaufzeit, in der die kommunalen Gremien ihre Zustimmung geben mussten, in der ein Standort gefunden werden musste, in der die Finanzierung abgeklärt werden musste, in der die Betreuung geklärt werden musste, war es am 17. November 2000 soweit: Das erste Gebäude des Dorfmuseums Ratekau - die Rauchkate - konnte eingeweiht werden. Ein halbes Jahr später folgte ein zweites Gebäude - das Werk- haus. Später kamen dann noch eine Remise und das Backhaus hinzu.
Das Museum ist Eigentum der Gemeinde Ratekau, die mit Hilfe von Arbeitsbeschäftigungsmaßnahmen, Sponsoren und Eigenleistungen den Bau durchführte. Die Betreuung wird seit der Einweihung durch ehren- amtliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sicher gestellt. 
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenlos.
Das Dorfmuseum Ratekau ist ganzjährig an jedem Sonntag und an den meisten Feiertagen in der Zeit von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Auf Wunsch und nach Anmeldung werden Führungen durchgeführt.
Dienstags nachmittags arbeitet eine Handarbeitsgruppe im Werkhaus, mittwochs nachmittags wird der sehenswerte Museumsgarten gepflegt.

In der Rauchkate, einem reetgedeckten Fachwerkhaus, die früher in Luschendorf stand und von dort nach Ratekau versetzt wurde, befinden sich eine Wohnstube, eine Küche, ein Raum für Waagen, Haushaltsgeräte, Handwerksgeräte, eine Bücherei und die Grootdeel. 
In der Rauchkate besteht die Möglichkeit, standesamtlich zu heiraten.

Im Werkhaus, ebenfalls ein Fachwerkhaus und mit Reet gedeckt, findet der Besucher eine Hobelbank, eine Schuhmachermaschine, Schmiedemaschinen, eine Waschmaschine, einen über 100 Jahre alten Eisschrank, ein über 50 Jahre altes Motorrad, eine alte Waschmaschine, eine Brennhexe, Spinnräder, einen Webstuhl und die "Blücher-Erinnerungswand". 

In der Remise sind - wie auf dem Außengelände - landwirtschaftliche und handwerkliche Großgeräte und Maschinen ausgestellt. Sie sind unabhängig, ebenso wie der Museumsgarten, jederzeit auch außerhalb der Öffnungszeiten zu besichtigen.

Großer Beliebtheit erfreut sich das Backhaus, das früher auf einem Bauernhof in Altratjensdorf bei Lensahn gestanden hat. zwei- bis dreimal im Jahr wird zu besonderen Gelegenheiten gebacken. Das schmackhafte Brot findet dann reißenden Absatz.

Ein Schmuckstück ist der Museumsgarten, der in der näheren und weiteren Umgebung große Beachtung findet. Im Frühjahr und Herbst, aber besonders in den Sommermonaten, ist er in seiner Blütenpracht kaum zu übertreffen.

Neben den bereits oben erwähnten Aktivitäten bietet das Dorfmuseum Führungen durch Ratekau und um den Ruppersdorfer See an, die im Durchschnitt von rund 30 Personen besucht werden.
Der jährliche Museumstag findet von Jahr zu Jahr größeren Zuspruch. In diesem Jahr wollten rund 900 Besucher die Handwerker bei der Arbeit sehen oder sich bei Kaffee und Kuchen, Erbsensuppe oder Bratwurst stärken.
Gut angenommen wird das Museum auch von den Schulen der Gemeinde, zumal die Kinder auch einige Dinge selbst ausprobieren können. Ein Renner sind ebenso die fast jedes Jahr durchgeführten Ausstellungen, die immer mit viel Liebe und Fleiß zusammengestellt werden. Ferner runden plattdeutsche Leseabende und ein Spielnachmittag für Kinder ("Wie Oma und Opa einst spielten") das Programm ab.

Seit Eröffnung des Museums bis heute besuchten über 23.000 Gäste das Museum.

Solch ein kurzer Rückblick sollte aber auch die Aussicht in die Zukunft einschließen. So ist für das kommende Jahr der Bau einer Schmiede geplant, der mit großer Wahrscheinlichkeit auch realisiert wird. 
"Ein großer Dank gebührt allen ehrenamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Dorfmuse- ums für ihre Freizeit, die sie dem Dorfmuseum opfern, der Gemeinde Ratekau für die Unterstützung, allen Sponsoren und Spendern. Ohne sie alle wäre das Museum in dieser Form nicht zu führen", so Harald Gerhardt vom Dorfmuseum Ratekau.

 

 

Der Ort Ratekau.

Den Ort „Ratekau“ gibt es schon seit mindestens 1156.

Der Ort liegt 10° 40´ östlicher Länge und 53° 55´nördlicher Breite und 9 m über N.N.

Unser Bürgermeister heißt Peter Brückel. Am 25.5.2008 hört er aus gesundheitlichen gründen auf.
Der neue Bürgermeister heißt Thomas Keller.

Ratekau ist eine Großgemeinde.
Die Großgemeinde hat ca. 15.000 Einwohner auf 13 Dorfschaften und deckt sich über 60 qkm und die setzt sich (stand 31.8.07) wie folgt zusammen:

                    Ratekau (Hauptort)         3.973 Einwohner
                    Pansdorf                         
3.656 Einwohner
                    Sereetz                            
4.453 Einwohner
                    Techau                          
  1.651 Einwohner
                    Rohlsdorf                           104 Einwohner
                    Hobbersdorf                       
  72 Einwohner
                    Luschendorf                     
  423 Einwohner
                    Ruppersdorf/Neuhof        
   119 Einwohner
                    Offendorf/Kreuzkamp         
438 Einwohner
                    Ovendorf                         
    236 Einwohner
                    Grammersdorf/Wilmsdorf      90 Einwohner
                    Warnsdorf                      
     402 Einwohner
                    Häven                           
       107 Einwohner


Die ersten Siedler wußten noch nichts von Ratekau.

Das Gebiet der heutigen Gemeinde war ursprünglich von Germanen besiedelt, wie die Zeugnisse dieser Zeit, z.B. Hünengräber in Pansdorf und Pöppendorf, belegen.

Ratekauerinnen und Ratekauer waren sie nicht, da von ihrer Besiedlung bis heute keine kontinuierliche Entwicklung besteht.


Slawen besiedeln das germanische Land.

Im Laufe des 4. und 5. Jh. Verließ der größte Teil der in unserem Raum lebenden Germanen im Zuge der Völkerwanderung das Siedlungsgebiet. In den entvölkerten  Raum wanderten von Osten und Südosten slawische Stammesverbände ein. In dem Gebiet von Wagrien (heutige Kreise Ostholstein, Plön, Lübeck und Teile von Bad Segeberg) waren es die Abotriten. Die kleinen Siedlungskammern in den großen Wäldern ließen vermutlich nur kleine politische Einheiten als Geschlechterverbände entstehen. In Wagrien lagen ungefähr 15, was den 14 bzw. 16 frühslawischen Burgen entspricht. In diese frühslawische Zeit (9. Jh.) gehört die Burg auf dem Blocksberg in Pansdorf.

Die Dörfer (villae) waren in Form von Rundlingen angelegt und von ca. 100 Personen bewohnt. In den slawischen Ortsnamen ist die Zeit erhalten geblieben: Ratekau bedeutet Wäldchen des Ratek oder Redek, später in Rathecowe (1156) und Ratekove (1259) abgewandelt.

Pansdorf von dem Namen Pantac, Panteke oder Pantin abgeleitet und in Pansdorf umgewandelt.

Techau von Techowe abgeleitet (1350), Sereetz wird in den Urkunden Cyretz (1250), Cireze, Ceratze genannt, was Weideort bedeutet.

Häven heißt bis ins 16. Jh. Hinein „Widole“ mit verschiedenen Abwandlungen dieses Namens. Er bedeutet „bei einer Schlucht, einem Tal, bei einer Grube“, 1549 heißt es dann „to den Höven“, 1855 Häven.

Erst im 12 Jh. Geht die Zeit der Slawen langsam zu Ende durch die Christianisierung.

Nach blutigen Kämpfen zogen sich die Abotriten zurück, wie ein Chronist der Zeit, Helmold von Bosau, in der Slawenchronik berichtet.

Nach blutigen Kämpfen zogen sich die Abotriten zurück, wie ein Chronist der Zeit, Helmold von Bosau, in der Slawenchronik berichtet.


Harte Arbeit mit Beil und Pflug

Mit der Belehnung des Grafen Adolf II. von Schauenburg mit Wagrien beginnt die Zeit der systematischen Missionierung durch Vicelin und später Gerold. Gleichzeitig wurde das Land kolonisiert. Kirchliche und weltliche Macht wirkten zusammen, wie die Gründung der Ratekauer Kirche 1156 zeigt, denn Bischof Gerold und Graf Adolf II. hatten den Platz gemeinsam ausgesucht.

Das Baumaterial gab es kostenlos, denn die Feldsteine brauchte man nur aufzusammeln. Der Gips für die Verfugung kam aus Segeberg. Mit der Gründung der Kirche, dem heutigen Wahrzeichen der Gemeinde, beginnt die kontinuierliche Geschichte Ratekaus. Die Kirche war nicht nur Gotteshaus, sondern auch Wehranlage für die 24 Dorfschaften, die zum Gau Ratekau gehörten. Adolf II. brauchte für die Kolonisation Vertrauensleute, die aus dem niederen Adel stammten. Diese belehnte er mit Land, und dieser Adel setzte wiederum kleine Lehensleute ein, so daß Grundherrschaft und Lehenswesen einzogen. Grundherren hatten die Herrschaft über Grund und Boden und die Menschen, die ihn bewirtschafteten. In den Quellen wird besonders bei Streitigkeiten häufig eine Familie Buchwald als Grundherr genannt.

Die Siedler wurden in vielen deutschen Landen angeworben. Sie gründeten neue Dörfer: Hobbersdorf, Luschendorf, Ruppersdorf, Offendorf, Grammersdorf, Wilmsdorf, Ovendorf, Warnsdorf, Rohlsdorf und Kreuzkamp. Die Siedler arbeiteten hart, indem sie zunächst rodeten, bevor sie das Land unter den Haken- und später Räderpflug nehmen konnten.


Zusammenhalt durch die Kirche.

Die Einheit des Gaus Ratekau war 1273 durch Teilung verlorengegangen. In den folgenden Jahrhunderten zersplitterten die Besitzverhältnisse immer mehr. Besonders das Lübecker Domkapitel kaufte umfangreiche Ländereien.

1561 wurde im Bistum Lübeck die Reformation eingeführt, und Statius Detharding wurde der erste evangelische Pastor im Kirchenspiel Ratekau, zu dem auch die Dörfer Timmendorf, Travemünde, Kücknitz, Siems, Herrenwyk, Dummersdorf und Dänischburg gehörten. Die Besitzverhältnisse waren wie folgt geregelt: Hobbersdorf, Offendorf, Ratekau ohne die Kirche und das Pastorat, Rohlsdorf, Ruppersdorf, Sereetz und Techau sind bischöflicher Besitz. Dem Domkapitel gehörten Grammersdorf, Häven, Hemmelsdorf, Groß- und Klein-Timmendorf, Niendorf z.T. sowie Warnsdorf.

Luschendorf gehört dem Amt Ahrensbök, Wilmsdorf ist im Besitz des Johannisklosters Lübeck. Verwickelter war es in Ovendorf und Teilen von Pansdorf, die als fünften Grundherren noch einen adligen Besitzer hatten.

Um 1600 gehörte das heutige Gemeindegebiet zum Amt Kaltenhof und damit zum Bistum Lübeck.


„Lebende Zäune“ statt Stacheldraht.

Die Entstehung unserer Knicklandschaft durch Verkoppelung.

Unsere schöne Knicklandschaft, ein einzigartiges Ökosystem, verdanken wir der Agrarreform um 1750 und der Tatsache, daß es noch keinen Stacheldraht gab (erst 1873 in den USA erfunden). In Luschendorf wurden 1751, in Häven, nach Anfängen im 15. Jh., 1746, in Warnsdorf 1760 die Feldgemeinschaften aufgehoben. Die Bauern erhielten eigene Felder, die sie mit Wällen und Sträuchern abgrenzten. Gleichzeitig wurden Fronarbeit und Hofdienste aufgehoben, was den Bauern auf „Freibriefen“ dokumentiert wurde.


1803: Bistum Lübeck wird weltliches Fürstentum.

Die Gebiete des Lübecker Domkapitels und des Bistums Lübeck wurden an den Herzog von Oldenburg abgetreten. Der größte Teil des Kirchspiels Ratekau gehörte zum Fürstentum Lübeck, doch gehörten Kirche und Pastorat Ratekau sowie Luschendorf mit Kattenhöhlen und Oeverdiek zum Amt Ahrensbök, waren damit unter dänischer Hoheit. Als Blücher am 7. November 1806 vor dem französischen Marschall Bernadotte kapitulierte und die Urkunde im Pastorat unterzeichnete, war er auf dänischem Boden. „Ich kapithullire, weil ich kein Brot und keine Muhnitsion nicht mehr habe“, schrieb Blücher unter die Urkunde. Er wendete damit verheerende Folgen für das Dorf ab.


Ost- und West – Ratekau entstanden 1857.

Eine Gebietsreform brachte der Plöner Vertrag 1842 mit sich. Der dänische König trat seinen Teil im Kirchspiel Ratekau an den Großherzog von Oldenburg ab, der als „Wir, Nicolaus Friedrich Peter, von Gottes Gnaden Großherzog von Oldenburg etc.“ mit Zustimmung des Landtags am 22.06.1857 eine Gemeindeordnung verkündete, in der Ost- und West-Ratekau geschaffen wurden. Zu Ratekau-Ost gehörten: Grammersdorf, Häven, Niendorf, Offendorf, Ovendorf, Warnsdorf und Wilmsdorf. Zu Ratekau-West gehörten: Sereetz, Ratekau, Pansdorf, Groß- und Klein-Timmendorf, Hobbersdorf, Hemmelsdorf, Rohlsdorf, Ruppersdorf sowie Techau und Luschendorf. Die Verwaltungssitze waren in Häven (später Warnsdorf) und Pansdorf.

Um 1900 hatte die Ostgemeinde 1.244 Einwohnerinnen und Einwohner, die Westgemeinde 3.422 Einwohnerinnen und Einwohner.


Die Großgemeinde.

Durch das „Gesetz zur Vereinfachung und Verbilligung der öffentlichen Verwaltung für den Landesteil Lübeck“ wurden Ost- und West-Ratekau zusammengelegt. Die Gemeindeverwaltung hatte ihren Sitz in Pansdorf; von 1939 an, nach Errichtung des Rathauses, war der Sitz der Gemeinde in Ratekau. Durch das „Groß-Hamburg-Gesetz“, das am 01.04.1937 in Kraft trat, ging der oldenburgische Landesteil Lübeck an Preußen. Gleichzeitig wurde der Kreis Eutin geschaffen.

Flüchtlinge strömten nach Ratekau.

In der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bewies die Gemeinde ihre Integrationsfähigkeit. Waren 1939 noch 4.699 Einwohnerinnen und Einwohner gemeldet, so waren es 1946 9.525.

1945 verkleinerte sich das Gebiet der Großgemeinde, denn die britische Militärregierung ordnete die Gründung der Gemeinde Timmendorf an. Groß-Timmendorf, Klein-Timmendorf, Niendorf und Hemmelsdorf wurden aus der Gemeinde Ratekau ausgegliedert. Weitere kleine Gebietsveränderungen fanden am 01.01.1969 mit der Gemeinde Timmendorfer Strand und am 26.04.1970 mit der Hansestadt Lübeck statt: 37,4 ha der Dorfschaft Häven wurden an die Gemeinde Timmendorfer Strand abgetreten. Kleinensee ging in der Dorfschaft Offendorf auf, dafür bekam Lübeck einen Gebietsteil von der Dorfschaft Sereetz jenseits der Autobahn. Am 01.01.1971 wurde Kattenhöhlen an die Gemeinde Scharbeutz abgetreten, um die dortige schulische Betreuung zu verbessern. Zur Zeit besteht die Gemeinde Ratekau aus 13 Dorfschaften. Heute (Stand August 2007) hat die Gemeinde Ratekau nach eigener Zählung 15.724 Einwohnerinnen und Einwohner, und zwar: Ratekau 3.973, Sereetz 4.453, Pansdorf 3.656, Techau 1.651, Rohlsdorf 104, Luschendorf 423, Hobbersdorf 72, Ruppersdorf/Neuhof 119, Offendorf/Kreuzkamp 438, Ovendorf 236, Grammersdorf/Wilmsdorf 90, Warnsdorf 402 und Häven 107.

Die Gemeinde hat stets solide gewirtschaftet, und sie stärkt ihre Wirtschaftskraft durch die Ausweisung der Gewerbegebiete Ratekau/Techau und Pansdorf, die von der Lage der Gemeinde zwischen Lübeck und Ostseeküste als Tor nach Skandinavien und den 4 Autobahnanschlüssen profitieren. Zur Gemeinde gehören eine Realschule in Ratekau, drei Grund- und Hauptschulen in Ratekau, Sereetz und Pansdorf sowie eine Grundschule in Techau.

Die Gemeinde verfügt über hervorragende Sportstätten, gut ausgestattete, sehr engagierte Freiwillige Feuerwehren und ein vielfältiges Vereinsleben.

Ein besonderes Engagement liegt jetzt auf dem Gebiet des Umweltschutzes und der Dorferneuerung, getragen von der Verwaltung, den Parteien und organisierten Umweltschutzgruppen.

Die Maßnahmen für den Umweltschutz fanden ihre Anerkennung auch auf Landesebene. 1988 wurde die Gemeinde Ratekau als „Modellgemeinde Landschaftspflege“ durch den Schleswig-Holsteinischen Heimatbund mit dem Preis „Die umweltfreundliche Gemeinde“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung ist Belohnung und Ansporn zugleich.

Das Pilotprojekt der „Modellgemeinde Landschaftspflege“ war die Wiederherstellung des Ruppersdorfer Sees 1989, der sich als seltener Flachwassersee zur Heimat vieler Brutvogelarten entwickelt hat. Vogelkundler konnten bis zu 150 Vogelarten beobachten.

Da zur Umwelt des Menschen auch die bebaute Umwelt gehört, die den Bürgern Möglichkeiten der Begegnung bietet, unternimmt die Gemeinde große Anstrengungen zur Umgestaltung der Ortskerne.

So konnte am 30.05.1990 der neu gestaltete Dorfplatz in Ratekau, der Wilhelm-Rehpenn-Platz, mit dem umgebauten Kirchvorplatz, der Alten Schulstraße und der oberen Poststraße den Bürgern feierlich übergeben werden.

Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in der Hauptstraße schlossen sich an, ebenso wie die Neugestaltung der zentralen Haltestellen.

Auch Sereetz erhielt 1992 mit dem Willi-Grenzfeldt-Platz einen erkennbaren Ortsmittelpunkt, und in Warnsdorf konnte die schon länger geplante Dorferneuerung durchgeführt werden.

Rund 1,5 Millionen DM kostete die Sanierung des historischer Bahnhofes in Pansdorf, der den Bürgerrinnen und Bürgern als „Haus des Gastes“ mit dem neu gestalteten Vorplatz übergeben werden konnte und Räume für kulturelle Zwecke und den Fremdenverkehr bietet.

 


Auskunft erteilt Horst Missfeldt, Tlf.: 04504-1580