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Die Jellenbeker Kirche Nachdem 1737 die neue Krusendorfer Kirche eingeweiht war, ließ ihr Erbauer Joachim von Brocktorff ihre Vorgängerin, die alte, baufällige Kirche „St. Catharina“ am Jellenbek abreißen. Sie stand einmal oberhalb des heute östlich vom jetzigen Feriendorf Jellenbek mündenden Baches, also auf der dort ansteigenden Anhöhe. Ihr genauer Standplatz ist bekannt durch Trümmerreste von Ziegelsteinen im alten Klosterformat und von Dachpfannen, die sich bis heute im Acker befinden und bei Steilküstenabbrüchen mit hinuntergerissen werden. Der Abbruch hat 1987 den Standplatz der Kirche erreicht. Bis 1936 stand als Rest im Halbrund noch die aus Feldsteinen erbaute Kirchhofsmauer, die dann zum Ausbau der Straße von Krusendorf nach Surendorf abgetragen wurde. Zum ersten Mal erwähnt ist die Jellenbeker Kirche im Jahre 1319 in einer Urkunde des Bischofs von Schleswig. In einer dänischen Landesbeschreibung von 1781 steht geschrieben, daß die Kinder mit dem Wasser des Jellenbeks getauft wurden, da es sie abgehärtet und alt machen sollte. Noch in diesem Jahrhundert ließen Eltern ihre Kinder mit dem Bachwasser taufen. An gleicher Stelle ist festgehalten, daß die Eckernförder Schiffer die Kirche, die ihrer Schutzheiligen geweiht war, mit reichen Gaben beschenkten. Außerdem ist überliefert, daß die Kirche auf dem Hügel ihnen als Orientierungszeichen gedient hat. Die mittelalterlichen Kirchen waren turmlose stallartige Gebäude mit sogenannten Schießschartenfenstern und jeweils einer Nord‑ und Südtür in den Seitenwänden als getrennte Eingänge für Männer und Frauen, außerdem mit einem gesondert stehenden, niedrigen Glockenturm. Das war meist nur ein Holzgerüst mit kleinem Dach, unter dem die Kirchenglocke hing. In einem Visitationsbericht von 1641 wird der schlechte bauliche Zustand des Kirchengebäudes Glockenturmes und des Glockenturmes beschrieben. Vor 1639 kaufte Breide Rantzau auf Noer das Gut Grönwohld, wodurch er Patron der Kirche wurde. Er wird durch die notwendigen, großen Reparaturen die bauliche Veränderung veranlaßt haben, die sie zum Erkennungszeichen der Schiffer machte. Durch das Fundmaterial der Ziegelsteine und Dachpfannen, durch einen Sitzplan der Kirche von 1737, der durch die Streitigkeiten um die neue Sitzordnung in der Krusendorfer Kirche entstand, ist im Zusammenhang mit einem Reliefbild in der dortigen Brocktorffschen Grabkapelle, zu dem sich aus der Deutung der Ausschmückung eine Abbildung zu Jellenbek mit der alten Kirche ergibt, deren Aussehen zu rekonstruieren. Sie erhielt ein Westportal in der Giebelwand, und auf dem Dachfirst war darüber ein hoher Dachreiter aufgesetzt. In Dachreitern wurde nur die sogenannte „Beteglocke“ aufgehängt, da sie zu schwach waren für schwere Kirchenglocken. Die Jellenbeker Kirchenglocke, die heute noch unter dem Namen „St. Catharina“ im Turm der Krusendorfer Kirche hängt, befand sich also weiterhin in einem gesonderten Glockenturm. Die Jellenbeker Kirche lag einsam und allein auf dem hohen Hügel, auf dem zuerst eine Kapelle errichtet war, vermutlich auf einer ehemaligen heidnischen Kultstätte. Weit ab davon, im heutigen Wasserbereich vor dem Feriendorf, lag das bereits zwischen 1650 und 1660 niedergelegte Bauern‑ und Fischerdorf Jellenbek. Der heute weit entlegene Bach muß zur Gründungszeit der Ansiedlung einen nach Westen umgeschwenkten Verlauf mit einem Mündungsbereich etwa in Höhe des Dorfes gehabt haben, das am Bach angelegt war und deshalb den gleichen Namen bekam. Die Besiedlung des fast menschenleeren, mit dem Urwald „Isarnho“ bedeckten Dänischen Wohldes durch Christen aus dem Süden begann vor 1300. Sie brachten die Namen ihrer alten Heimat mit, in diesem Fall aus Westfalen, wo der Name Jellenbek mehrmals vorkommt. Von Monika Maerten.
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