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Die Krusendorfer Kirche. Vorgängerin der Krusendorfer Kirche war die Katharinenkirche am Jellenbek, die nahe an der Steilküste lag. Die ursprüngliche Kapelle war vermutlich aus Holz.
Die Katharinenkirche wird
erstmals 1319 erwähnt und war der heiligen Katharina von Alexandrien
gewidmet. Im Laufe der Zeit war die alte Kirche sehr baufällig geworden (ab 1642 extrem reparaturbedürftig). Gleichzeitig nagte die See an der Steilküste. Hierdurch fanden größere Abbrüche statt, und die Steiluferkante kam dadurch der Kirche gefährlich nahe, was die Einsturzgefahr noch erhöhte. Somit sah sich Joachim von Brockdorff – Gutsherr von Noer und zuständiger Kirchenpatron – gezwungen, die alte Kirche abreißen zu lassen und eine neue zu errichten (ca. 1 Km landeinwärts). Am 12. November 1733 legte Joachim von Brockdorff den Grundstein zur neuen Kirche in Krusendorf und war fortan die treibende Kraft beim Neubau der Kirche, die vollständig nach seinen Plänen und Ansichten gebaut wurde. Der Kirche wirkt in unsere Landschaft etwas fremdartig. Gemeint ist vor allem der hier ungewohnte Zwiebelturm. Der in diplomatischen Diensten von Dänemark stehende Joachim von Brockdorff brachte die Anregung von seinen weiten Reisen mit, die ihn u.a. auch in die Balkanländer führten. Die Kirche war 1736 – also 3 Jahre später – sowohl von außen wie auch mit allen notwendigen Inneneinrichtungen völlig fertiggestellt und hätte nun der Gemeinde seiner Bestimmung nach übergeben werden können. Aber da tat sich unverhofft eine Art juristisches Hindernis auf. Der Gutsherr Josias von Qualen auf Borghorst und Behrensbrook erhob Einspruch gegen die Verteilung der Kirchenstühle. Er beschwerte sich darüber, daß seine Untertanen, gemeint waren die Bewohner Stubbendorfs, zu weit hinten säßen und den Pastor weder sehen noch hören könnten. Aus diesem Streit erwuchs ein handfester Prozeß, dessen vorläufiges Ergebnis war, daß die völlig fertige Kirche über ein Jahr unbenutzt dastand. Inzwischen mußten die Gläubigen ihren Gottesdienst weiterhin in der alten St.-Katharinenkirche am Steilufer abhalten, was nicht ganz ungefährlich war.
Im Dezember 1737 war es
dann endlich soweit, daß die neue Kirche in Krusendorf unter großen
Feierlichkeiten eingeweiht werden konnte. Der schlichte Ziegelbau stellt im Inneren einen einheitlichen Gewölbebau dar, der einige bemerkenswerte Kunstwerke aufweist. Die wichtigsten und bekanntesten sind:
9. Im Turm der Krusendorfer Kirche hängt neben der Glocke von 1960 (1. Glocke war gesprungen, 2. und 3. in den Kriegen für Rüstungszwecke eingezogen) auch noch die kleine Glocke der alten Katharinenkirche von 1642. 10. Das alte Taufbecken aus der Katharinenkirche befindet sich im Pastorat von Krusendorf. Auf dem Friedhof der Heilige Dreifaltigkeitskirche zu Krusendorf sind sehr viele Familienmitglieder Familie Mißfeldt beerdigt. Hier ein kleiner Auszug: Benutzte Quellen: Chronik der Gemeinde Schwedeneck
Auskunft erteilt: Horst Missfeldt, Telefon 04504 - 1580
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