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Namensforschung.
Über die Herkunft von unseren Namen kann nur spekuliert werden. Eindeutige Beweise gibt es nicht. Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Interpretationen heraus kristallisiert Version 1. Um 1300 bis 1478 sind in den Kirchenbüchern des Raumes Schleswig und im Kieler Rentenbuch Namen wie „Myszefeld“ und Myszevelde“ vorgekommen. Aus ihnen könnte durchaus das Mißfeldt entstanden sein. „Myszly“ ist wendischen Ursprungs und bedeutet etwa „Jagd“, „feldt“ oder „velde“ heißt natürliche Ebene.
Nach diesen
Betrachtungen könnte es möglich sein, daß die Mißfeldts ihren Ursprung bei
den indogermanischen Wenden zu suchen und ihren Namen als „Jäger in der
Ebene“ zu deuten sind. Version 2. Mißfeldt, ein ursprünglich in der Gegend vom Dänischen Wohld verbreiteter Familienname, der wohl von einem Flurnamen herrührt, in dem das Wort „misse“, „müsse“ (altsächsisch mos) = „Sumpf“, „Moor“ enthalten ist. Mißfeldt also: „Feld am Sumpf“. – Vielleicht ist der Name des seit 1633 verschwundenen Dorfes „Mismark“, Gut Saxtorf, mit Misfeldt in Verbindung zu bringen. In Schwansen gibt es verschiedene jütische Ortsnamen, so auch „Mismark“, jütisch „misse“ = Sumpf und „Mark“ = Feld, aber die deutsche Übersetzung ist uns nirgends überliefert.
Version 3. Möglicherweise kann Misfeldt auch ein Eigenschaftsname sein, der mit dem dänischen Wort „misfald“ = mißfallen zusammen hängt. Der Namensträger war wohl ein Pechvogel, der unangenehm auffiel.
Version 4. Auch kann Misfald, Misfeldt das mittelniederdeutsche Wort „Misval“ im Sinne von „Unglücksfall, Unfall“ sein (Schiller-Lübben Mittelniederdeutsches Wörterbuch III, 103) „Misval“ = „Unheil“ (Lübsches Urkundenbuch 9, S. 420).
Version 5. Der Familienname Misfeld, auch in den Schreibweisen Misfeldt, Mißfeldt, Missfeldt, Meßfeld, Meßfeldt, Miesfeld, Mießfelder, früher auch Mißfald, sind niederdeutsche Familiennamen, die schon früh in Schleswig Holstein und Mecklenburg nachzuweisen sind. Er tritt bei uns anfangs vorwiegend im Dänischen Wohld und in der Gegend von Plön auf, hat sich aber später auch in der weiteren Umgebung verbreitet. In dem Namen steckt das niederdeutsche Wort „Misfaalt“ im Sinne von „Düngerhaufen“, „Düngergrube“, im Mittelniederdeutschen, der Sprache bis 1500, „mesvolde, mesvald“. Nach Lübben-Walter, Mittelniederdeutsches Handwörterbuch, 1888, Seite 227 ist „Mesvald“ = „ „Düngerhaufen, Düngergrube“, Stelle, wo der Dünger aufbewahrt wird, bis man ihn auf den Acker bringt. Im Mecklenburgischen Wörterbuch heißt es „mesfaald“ = „Mistplatz“. Die Endung „vaald, faald“ im alten Sinn ist „eingezäunter Platz“, sie ist später unverständlich geworden und erscheint dann als „fald, fold“ und zuletzt als „feld“. Es hat also mit „Feld“ = „Ackerland“ nichts zu tun (Mensing, Schleswig Holsteinisches Wörterbuch, Band 3, 660 und 2 1). Misfeldt ist also „der Bauer, bei dessen Grundstück der Misthaufen lag“. Früher gehörte die Feldmark eines Dorfes allen Bauern gemeinsam; sie wurde im Frühjahr unter allen aufgeteilt und bedüngt, sogenannte Allmende. Nur das Haus mit Kohlhof (Garten) war sein Alleineigentum. Das Dorf hatte nur einen Düngerhaufen. Wegen der Wichtigkeit des Düngers für die Bauern finden sich bei der bäuerlichen Bevölkerung Namen mit „Mist“ häufiger, so 1430 Hans Misthop aus Haina in Thüringen, 1512 Hermann Misthauff aus Allendorf, 1543 Hans Mist aus Eisdorf und 1533 Johann up der Misten aus Lübeck.
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