Surendorf vor 1838

 

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Surendorf vor 1938.

 

Das Dorf Surendorf bestand vor 1938 aus etwa 12 Höfen und Katen (siehe auch die Karte von Surendorf).

Die Karte und auch die nachfolgenden Beschreibungen und Geschichten über die Höfe hat mir Edith Krepinsky geb. Ahrens (1597) aus Marschacht geschickt. Sie hat alles aufgeschrieben woran sie sich erinnern kann.

Haus 1:

Diese Kate wurde „de swatte Kat“ genannt, weil das Giebelende schwarz geteert war.

In dieser Kate wohnte Karl Hamann (ein Enkel von Friedrich Heinrich Ahrens (1576) und Charlotte Marie geb. Mißfeldt (1395)).

Die Frau von Karl Hamann verstarb sehr früh (im Jahr 1933) an Grippe und hinterließ zwei kleine Kinder. Ihr Tod erschütterte damals ganz Surendorf und Krusendorf.

Die Kate brannte wahrscheinlich ab. Jetzt steht dort die Bäckerei Mordhorst. Karl Hamann zog nach Kiel.

Haus 2:

Hier wohnte der Dachdecker und Fleischbeschauer Baasch.

Haus 3:

Hier wohnte Johann Heinrich Ahrens (1580), Sohn von Hinrich Andreas Ahrens (1575 und Magdalene Charlotte geb. Mißfeldt (1522).

Johann Heinrich hatte einen Sohn der im I. Weltkrieg gefallen ist und zwei Töchter.

Die eine Tochter – Meta verheiratete Daudert – übernahm später den Hof.

Haus 4:

Dieses war eine Tagelöhnerkate von Hohenhain oder Dänisch Nienhof.

 


Haus 5 A:

Auf diesem Hof wohnten Christian Ahrens (1579) und seine Frau Anna geb. Ahrens (1578). Sie hatte 4 Söhne und 1 Tochter.

Christian Ahrens teilte den Hof (50 ha) zwischen den beiden ältesten Söhnen.

August (1594) bekam das Bauernhaus 5 A und eine neue Scheune.
August starb am 29.12.1933 an Lungenentzündung.

Die Witwe (1725) heiratete bald danach einen Möhlmann und entzweite sich mit ihrer Schwiegermutter Anna (1578), die als Altenteilerin auf dem Hof wohnte. Anna zog daraufhin nach Krusendorf.

Frau Möhlmann adoptierte dann einen fremden jungen Mann, der dann das Gehöft erbte, damit der Ahrens-Erbhof in fremde Hände kam.

August hatte nur einen Sohn Willi (1726), der im II. Weltkrieg gefallen ist.

Willi hatte – nach seinen Onkel Friedrich Ahrens (1595) der das erste Auto im Dorf hatte – als zweiter ein Auto, was damals (1938) sehr selten war.
 

Haus 5 B:

Friedrich Ahrens (1595), der andere Sohn bekam das Gebäude 5 B. Ihm wurde eine Wohneinheit an die alte Scheune gebaut.

Er hatte zwei Söhne – Werner und Kurt. Werner bekam den Hof seines Onkels (Bruder seiner Mutter) in Haßmoor bei Rendsburg.

Kurt Ahrens erbte den Hof 5 B. Als er verstarb wurde sein Sohn Heinfried Ahrens der neue Besitzer. (Heinfried gehört jetzt der Campingplatz in Surendorf.
 

Haus 6:

Das ist der Stammhof der Mißfeldt´s.

Der letzte Bauer war Ernst Christian Mißfeldt (812) und seine Ehefrau Magdalene Friederike geb. Krambek (813). Sie hatten 3 Kinder – Paul August (722), Willy Ernst (46) und Herta Magdalena (723). Beide Söhne fielen im II. Weltkrieg.

Ernst Christian war beim Kriegsende (II. Weltkrieg) Bürgermeister.
Als Ernst Christian am 20. Juli 1951 verstarb, zog seine Frau Magdalena Friederike zu ihrer Tochter Herta Magdalena nach Kiel.

Seitdem ist der Familienhof in Fremden Hände.

Der Hof wurde von Herrn Flotow gekauft. Später verkaufte er das Haupt- und Nebengebäude zusammen mit ½ ha Land an die Familie Bochow-Hohensee, die aus Mecklenburg-Vorpommern herzogen.

Haus 7:

Der Besitzer war Marcus Hinrich Mißfeldt (109) der in 1. Ehe mit Charlotte Maria Friederike geb. Kobarg (110) und in 2. Ehe mit Friederike Auguste Catharine geb. Krambek (505) verheiratet war.

Marcus Hinrich hatte 4 Kinder (3 Töchter und 1 Sohn).

Die Tochter Charlotte Marie (1395) heiratete den Friedrich Heinrich Ahrens (1576). Sie hatten einen Sohn, der mit 20 Jahren starb, nachdem er verschwitzt vom Mähen mit der Sense war und viel kaltes Wasser trank, an einem Schlag.

Die Tochter Anna Ahrens bekam dann den Hof. Sie heiratete den August Holst und sie hatten 9 Kinder.

Helmut – der Jüngste – wurde Bauer. Er hatte aber nur 2 Töchter. Der Hof ist zwar noch im Besitz der Familie Holst, er wird aber nicht mehr von ihr betrieben.

Haus 8:

Besitzer war Willy Holst – Sohn von August Holst und Anna geb. Ahrens aus Haus 7.
Er hatte einen Kleinbetrieb.
Willy und Anna hatten 3 Töchter. Hilde die Älteste heiratete Jürgen Kohrt aus Friedrichsfeld.

Haus 9:

Besitzer (oder Pächter?) war Ernst Hamann (Vater von Karl Hamann aus Haus 1). Er heiratete „Tine“, die Schwester von Anna Holst (Tochter von Friedrich Heinrich Ahrens (1576) aus Haus 7).

Ernst Hamann mußte sein Land verkaufen, da er schlecht wirtschaftete. Heinrich Ahrens (1589) kaufte daraufhin 3 ½ ha von diesem Land.

In dem Haus wurde die Gemeindeverwaltung untergebracht, dort wohnte auch der Gemeindedirektor Alfred Ahrens, Sohn von Heinrich Ahrens (1588). Er wurde später Bürgermeister in Bosau.

Haus 10:

Besitzer war der Gastwirt August Kobarg. Jetzt ist dort der Gasthof Binge.
 

Haus 11:

Dieser Hof liegt schon in Haschendorf. Der Besitzer war August Ahrens (1587).
August hatte nur Töchter, die auswärts verheiratet waren.

Der Hof gehörte danach Bernhard Haar.

Haus 12:

Dieser Hof gehörte Heinrich Lüthje.

Haus 13:        

Um 1938 wohnte auf diesem Hof Hans Kruse. Vorher war wahrscheinlich ein Ahrens der Besitzer oder Pächter.

Haus 14:

Dieses war ein Siedlungshof. Hier wohnte Hans Wittern verheiratet mit Helma geb. Busch. Ihre Mutter war Emma Busch geb. Ahrens (Emma war die Tochter von Charlotte Marie geb. Mißfeldt (1395) und Friedrich Heinrich Ahrens (1576)).
 

Haus 15:

Hier wohnte der Schuster Endrulat.

 

 

Auskunft erteilt:  Horst Missfeldt, Telefon 04504 - 1580